Kia Picanto fährt jetzt auch mit Gas

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Ein Kleinwagen, der mit Autogas fährt ist bisher relativ selten. Seit Beginn diesen Jahres liefern die Koreaner nun jedoch ihren Picanto in einer LPG-Version aus. Natürlich nur gegen Aufpreis – und der ist im Verhältnis zum Basispreis von 9.550 Euro mit 1000 Euro nicht gerade günstig. Lohnt sich das?

Grundsätzlich ist die Idee nicht schlecht. Immerhin kann man die LPG-Version auch schon als Basisausstattung bekommen. Das schont mit 10.590 Euro das Portemonnaie. Leider müssen dann auch die Ansprüche ziemlich zurückgeschraubt werden. Noch ein Tausender drauf und man bekommt ab der zweiten Ausstattungslinie zumindest Klimaanlage, Heckscheibenwischer und Zentralverriegelung dazu.

Die Top-Version für 13.390 mit LPG-Motor bringt Radio, 14-Zoll-Leichtmetallfelgen, Bordcomputer, vordere aktive Kopfstützen, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung sowie einen Knieairbag für den Fahrer mit. Sitzheizung und Co. können per Komfortpaket oben drauf gebucht werden.

Aber wie ist das nun mit dem LPG-Motor? Lohnt sich das? Wie fährt sich der Kleinwagen? Fragen, Fragen, Fragen – Hier nun die Antworten!

Gut sieht er aus, der kleine Picanto. Als 1.0 LPG (Liquefied Petroleum Gas) verbraucht er durchschnittlich 6,2 Liter Autogas pro 100 Kilometer.

Gut sieht er aus, der kleine Picanto. Als 1.0 LPG (Liquefied Petroleum Gas) verbraucht er durchschnittlich 6,2 Liter Autogas pro 100 Kilometer.

Benzin + Gas beim neuen Kia Picanto

Zusätzlich zum 35-Liter Benzintank verfügt der Kia Picanto über einen 27-Liter Gastank, der mit Flüssiggas betankt werden kann. Die Reichweite für eine (doppelte) Tankladung erhöht sich damit theoretisch auf knappe 1000 Kilometer. Welchen Kraftstoff man nutzen möchte, kann man per Knopfdruck wählen. Ist einer der Tanks leer, schaltet der Wagen automatisch auf den anderen Tank um.

Direkt neben dem Tankeinfüllstutzen befindet sich auch der Anschluss für den Gastank.

Direkt neben dem Tankeinfüllstutzen befindet sich auch der Anschluss für den Gastank.

Der kleine Flitzer kommt mit 49 kW und 67 PS daher – es ist eben ein Kleinwagen und das merkt man beim Anfahren am Berg zum Beispiel relativ schnell, denn dort geht ihm die Puste relativ bald aus. Immer schön Schalten ist da die Devise. Ohne permanente Schaltkontrolle wird der Drehmoment von 92Nm zu schnell ausgeschöpft.

Ist der kleine Koreaner aber erst einmal in Fahrt, muss man sich nicht beschweren. Stadt, Landstraße und Autobahn lassen sich gut absolvieren. Die angegebene Höchstleistung beträgt 150 km/h. Bergauf hat er damit ziemlich zu hadern, doch auf normaler Strecke hält er sein Versprechen. Wer mit diesem Tempo durchzieht, merkt das wiederum schnell am Kraftstoffverbrauch. Der steigt ordentlich mit und ist dann auch weder im Bereich Gas noch Benzin wirklich sparsam.

In der LPG-Version schrumpft der Kofferraum um gut 50 Liter und bietet damit nur noch 151 Liter Volumen.

In der LPG-Version schrumpft der Kofferraum um gut 50 Liter und bietet damit nur noch 151 Liter Volumen.

Etwas wackelig auf den Rädern

Ebenfalls einen Überlegung wert ist es, ob sich der LPG-Antrieb am Ende wirklich auszahlt? Das sollte sich jeder Fahrer vor der Anschaffung selbst überlegen bzw. ausrechnen. Ab einer Laufleistung von 60.000 Kilometern soll sich der Flüssiggasantrieb laut Kia rechnen. Leider ist der Wagen nicht unbedingt für lange Strecken geeignet, denn die Übertragung von schlechten Straßenverhältnissen funktioniert zum Leid der Mitfahrer viel zu gut.

Ein Stadtwagen also! Das kann Kia auch mit seinen anderen Modellen ziemlich gut, wie man unter anderem auch im Modellverzeichnis von Mobile achlesen kann. Fahrer und Beifahrer genießen Beinfreiheit, hinten ist es nicht ganz so komfortabel. Das Platzangebot im Kofferraum fällt bei der LPG-Variante leider ziemlich mickrig aus. Statt 200 Liter müssen hier 151 Liter ausreichen.

Per Taste am Armaturenbrett lässt sich die Betriebsart jederzeit von LPG auf Benzin umstellen.

Per Taste am Armaturenbrett lässt sich die Betriebsart jederzeit von LPG auf Benzin umstellen.

Grundsätzlich ist der Kia keine schlechte Wahl, denn Abstriche macht man in dieser Wagenklasse ja immer irgendwie und überall. Als Stadtflitzer ist er bestens geeignet, denn bei einer Länge von 3,60 m und einer Breite von 1,88 (inkl. Außenspiegeln) ist damit auch in kleinen Parklücken Platz. Für die City also durchaus denkbar.

Bildnachweis: Auto-Medienportal.Net/Euromediahouse, Hersteller

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